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ebalta und German RepRap gelingt eine Weltneuheit!

Erstmals Verarbeitung von Polyurethanen durch Additive Fertigung möglich.


In einer gemeinsamen Kooperation zwischen ebalta und German RepRap (Hersteller von 3D-Druckern) wurde der Liquid Additive Manufacturing Prozess (LAM) angepasst, um nun auch Polyurethane im Additiven Fertigungsverfahren verarbeiten zu können. Auf der Polyurethanmesse PSE im Juni in München, wurde dieser Prozess erstmalig vorgestellt.

Das Projekt Polyurethan zielt hauptsächlich auf die Materialeigenschaften für Funktionsbauteile ab, d.h. es ist möglich über die Variation des Mischungsverhältnisses hart/weich Kombinationen zu drucken oder Materialien direkt mit definierten Eigenschaften wie z.B. Flammschutz, UV-Stabilisierung etc. zu versehen. Besonders hervorzuheben sind die Materialeigenschaften, welche im Gegensatz zu aufgeschmolzenen Schichten durch chemische Vernetzung isotrop sind und auch in Z-Richtung die volle Festigkeit besitzen. Derzeit werden die Prozessparameter und das Material optimiert und das System als finales Produkt auf der FormNext Messe in Frankfurt (Halle 3.1, Stand D30), im November vorgestellt. Der vorgestellte Prototyp auf der PSE Messe in München, hat sehr großes Interesse aus unterschiedlichen Branchen geweckt. Durch die neue Materialbasis eröffnen sich enorm viele Möglichkeiten und der PU-3D-Druck wird bereits als "Material der Zukunft" bezeichnet.

Bei allen additiven Verfahren gibt es eine limitierte Materialauswahl, denn je nach Anwendung sind unterschiedliche Anforderungen zu berücksichtigen. Die Maschinen- und Materialkombination berücksichtigt die Parameter Bauraumgröße, Schichtstärke und Druckgeschwindigkeit. Der Trend am Markt geht dabei aktuell in die Richtung, diese Punkte zu erweitern und darüber hinaus die Materialauswahl weiter zu erweitern, insbesondere auch um die erzielbaren Eigenschaften zu optimieren. Polyurethane bieten als Materialbasis eine breite Auswahl an Materialeigenschaften, bei deren Formulierung die Firma ebalta mehr als 40 Jahre Erfahrung mitbringt.

Mit Hilfe der Endloskolben-Prinzip-Technologie ist es möglich, auch hochpräzise Kleinstmengen im richtigen Mischungsverhältnis zu dosieren und gleichzeitig die Austragsleistung je nach Verfahrweg des 3D-Druckers zu regulieren. Durch diese Technologie, kann sehr präzise das Volumen pro Umdrehung, je nach Pumpenauslegung, definiert werden. Ein Vorteil ist, dass hochviskose Medien scherarm gefördert werden können und am Ende der Bahnen, durch einen Rückzug, ein definierter Materialabriss erzeugt werden kann. In der Druckgeschwindigkeit herrscht so keine Abhängigkeit der Aufschmelzrate des Materials und es kann über die Auslegung der Pumpeneinheit, sehr schnell gedruckt werden. Einige Sekunden Pause sorgen dafür, dass das Material vor der nächsten Schicht ausreichend ausgehärtet ist.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie unseren Produktmanager Clemens Saalbach.

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